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800 Jahre Lauenburg/Elbe

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Warum muss gehandelt werden?

Spätestens seit Veröffentlichung des vierten Sachstandberichtes des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) im Jahr 2007 steht außer Zweifel, dass die Menschheit in erheblichem Maße zur Veränderung des Weltklimas beiträgt. Dieser und auch der 2013 veröffentlichte aktuelle fünfte Sachstandsbericht zeigen auch, dass ohne eine drastische Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 katastrophale Folgen der vom Menschen verursachten Klimaveränderung drohen (siehe). Um den Empfehlungen des Weltklimarats zu folgen und die globalen Emissionen bis zum Jahr 2050 zu halbieren, müssen die Emissionen der Industrieländer um 80 bis 95 % reduziert werden.

 

Aus der heutigen wissenschaftlichen Kenntnis der Problemlage wird klar, dass ein rasches und zielgerichtetes Handeln erforderlich ist. Auf der Pariser Klimakonferenz im Dezember 2015 haben sich die Staaten auf Maßnahmen geeinigt, um den Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2°C, besser noch auf 1,5°C zu begrenzen.

Die Bundesregierung hat sich deshalb in ihrem Energiekonzept vom 28. September 2010 zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 % und bis zum Jahr 2050 um 80-95 % unter das Niveau von 1990 zu senken. Seitdem sind weitere Zielsetzungen hinzugekommen, wie z.B. die Senkung des Primärenergiebedarfs um 50% bis 2050, ein „nahezu klimaneutraler Gebäudebestand“ bis 2050 oder die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energieträger an der Stromproduktion bis 2035 auf 55 - 60%.

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Warum kommunaler Klimaschutz?

Auch wenn nationale und internationale Politiken wichtige Eckpfeiler für die notwendigen Maßnahmen sind, so bedarf es doch der Verankerung und politischen Umsetzung dieser Ziele auf der kommunalen Ebene. Nur hier sind alle wichtigen Akteure direkt ansprechbar. Nur auf der kommunalen Ebene lassen sich die notwendigen Aktivitäten in allen Teilbereichen erfolgreich koordinieren und zu einem widerspruchsfreien Gesamtkonzept zusammenfügen. Deutschlandweit gibt es bereits knapp 2.000 Klimaschutzkonzepte.

Die Stadt Lauenburg/Elbe hat es sich zum Ziel gesetzt, die Emissionen relevanter Treibhausgase kontinuierlich zu senken und bis zum Jahr 2050 CO2-Neutralität zu erreichen. Dieses ambitionierte Ziel ist notwendig, um Emissionssenkungen um die geforderten 80 - 95% über alle Sektoren zu erreichen, da es auch Bereiche gibt, in denen noch keine adäquate Lösung zur Minderung der Treibhausgasemissionen in Sicht ist (z.B. Flugverkehr). Als Zwischenziele auf dem Weg zur CO2-Neutralität sollen in Anlehnung an die Ziele der Bundesregierung die Emissionen in Stadt Lauenburg/Elbe bis zum Jahr 2030 um ca. 40% gegenüber dem Status Quo reduziert werden.

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Was ist ein Klimaschutzkonzept?

Die Zielsetzung des Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Lauenburg/Elbe ist die vollständige CO2-Neutralität bis zum Jahr 2050. Dieser Leitgedanke soll durch Energieeffizienz, die Reduzierung des Energieverbrauches und durch den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien erreicht werden.

 

Die Verwirklichung dieses Zieles erfordert die Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes, das langfristig unter Berücksichtigung aller Kosten gegenüber einer fossilen Energieversorgung wirtschaftlich ist und eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet. Um die lokalen und globalen Klimaschutzziele zu erreichen, müssen die bisherigen Anstrengungen in den Bereichen öffentliche Liegenschaften, private Haushalte, Industrie, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen, Abfall/Abwasser und Verkehr deutlich verstärkt werden. Im Klimaschutzkonzept sollen detaillierte Maßnahmen für die nächsten 10 - 15 Jahre erarbeitet werden, die jedoch alle bereits an dem langfristigen Ziel der CO2-Neutralität bis 2050 ausgerichtet sind.

 

Die Stadt Lauenburg/Elbe sieht die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes als notwendigen Schritt zur Erreichung ambitionierter CO2-Reduktionszielen an. Durch eine integrierte Betrachtungsweise lassen sich die bisherigen Klimaschutzaktivitäten bündeln und künftig durch die gezielte Nutzung von Synergieeffekten Klimaschutzmaßnahmen leichter umsetzen. Die Koordination der großen Zahl von Einzelakteuren stellt eine besondere Herausforderung der Abstimmung und Koordination, aber eben auch eine besondere Chance dar.

 

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Was ist für das Lauenburger Klimaschutzkonzept geplant?

Das auf ein Jahr angelegte Gesamtprojekt beinhaltet zunächst die Erhebung aktueller Verbrauchsdaten, auf deren Grundlage eine Energie- und CO2-Bilanz für die Region erstellt werden kann. Darauf aufbauend sollen Potentiale in den betrachteten Sektoren

  •  private Haushalte
  •  Industrie & Gewerbe/Handel/Dienstleistungen
  •  kommunaler Einflussbereich (inkl. Abfall/Abwasser)
  •  Mobilität

 

analysiert und ein priorisierter Maßnahmenkatalog zur Erreichung der Energieeinspar- und CO2-Minderungsziele erarbeitet werden. Anschließend sollen Strategien für eine Verstetigung des Klimaschutzprozesses in der Umsetzungsphase entwickelt werden, die die Schwerpunkte Controlling sowie Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit enthalten.

Um von Anfang an diesen Rückhalt auch in der Bevölkerung sowie den ansässigen Unternehmen und weiteren Institutionen zu sichern, soll bei der Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes besonderer Wert auf die Einbindung aller Akteure gelegt werden. In Workshops und Arbeitsgruppen soll gemeinsam ein Weg zu einer nachhaltigeren Stadt Lauenburg/Elbe gefunden werden. Geplante Veranstaltungen und Workshops:

  1. Auftaktveranstaltung (öffentlich)
  2. Workshop private Haushalte
  3. Workshop kommunaler Einflussbereich
  4. Workshop Verkehr
  5. Workshop Industrie, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen
  6. Workshop Energieversorgung
  7. Workshop Umsetzungsstrategien (öffentlich)
  8. Abschlussveranstaltung (öffentlich)

Das „Überstülpen“ eines extern entwickelten Plans ohne die Einbindung der Bevölkerung und wichtiger Akteure kann nicht der Sinn einer erfolgreichen Umsetzung des Klimaschutzkonzepts sein, bei dem jeder Einwohner mit in die Verantwortung genommen werden muss. Ein Konzept, das die Bürger und anderen Akteure nicht mitnimmt, muss angesichts des Ausmaßes der Aufgabe scheitern.

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Wie kann es nach dem Klimaschutzkonzept weitergehen?

Die Entwicklung eines Konzeptes lediglich stellt einen Startpunkt für die Gestaltung einer nachhaltigen Stadt Lauenburg/Elbe dar. Die Umsetzung dieses Konzepts soll möglichst unmittelbar nach der Vereinbarung der entsprechenden Maßnahmen erfolgen. Dazu kann die Förderung eines Klimaschutzmanagers beantragt werden, der die Umsetzung des Konzepts im Auftrag der Stadt gemeinsam mit den lokalen Akteuren initiiert und begleitet. Deutschlandweit gibt es bereits über 600 kommunale Klimaschutzmanagementteams.

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Wer erstellt das Lauenburger Klimaschutzkonzept?

Die SCS Hohmeyer|Partner GmbH Sustainable Energy and Climate Strategies (nachhaltige Energie- und Klimaschutzstrategien) ist eine Ausgründung des Arbeitsbereiches Klimaschutzkonzepte aus dem Zentrum für nachhaltige Energiesysteme (ZNES) der Universität Flensburg.

 

SCS Hohmeyer|Partner ist ein junges Team von Wirtschaftsingenieuren mit dem Schwerpunkt Energie- und Umweltmanagement und Volkswirtschaftslehre. Dieser fachlich breite Hintergrund erlaubt es, die Schnittstellen zwischen Wirtschaft und Technik auszuloten. Durch starken interdisziplinären Austausch, flexible Denkweisen sowie einem breiten Erfahrungsspektrum in den Bereichen Forschung, Unternehmen und kommunale Verwaltung können in hohem Maße auf die verschiedensten Bedürfnisse und Rahmenbedingungen unserer Kunden eingegangen werden und sie durch weitere Perspektiven ergänzen. Durch die Ausbildung und wissenschaftliche Tätigkeit an der Universität Flensburg haben die Mitarbeiter einen fundierten theoretischen Hintergrund. Darauf aufbauend steht für die SCS Hohmeyer│Partner der praktische Bezug der Arbeiten stark im Vordergrund.

Zu den Referenzen im Themenbereich Klimaschutzkonzepte zählen zum Beispiel:

  • Klimaschutzkonzept für die Stadt Flensburg
  • Masterplan 100 % Klimaschutz für die Stadt Flensburg
  • Klimaschutzkonzept für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland
  • Energetisches Quartierskonzept für das Quartier Flensburg-Rude
  • Klimaschutzkonzept für die 50 Umlandgemeinden um Flensburg
  • Klimaschutzkonzept für den Campus Flensburg (Universität und Fachhochschule)

 

Unser Team für Lauenburg/Elbe:

Martin Jahn                  -  0461 / 4938-8400
Jördes Wüstermann  -  0461 / 4938-8404

E-Mail: lauenburg@scs-flensburg.de

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Aktueller Stand & Dokumentation für Lauenburg/Elbe

- Auftaktveranstaltung vom 10.05.2016  [PDF - 6,71 MB]

- Workshop kommunaler Einflussbereich  [PDF - 13,76 MB]

- Workshop Unternehmen  [PDF - 1,11 MB]

- Workshop Mobilität  [PDF - 1,01 MB]

- Workshop Gebäude  [PDF - 1,71 MB]

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