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Mit einem Durchfahrtsverbot für schwere LKW (ab 12 Tonnen) will Verkehrsminister Jost de Jager die zunehmenden Belastungen der Anwohner der Bundesstraße 5 zwischen Geesthacht und Lauenburg eindämmen. Wie de Jager am 03.März im Wirtschaftsausschuss des Kieler Landtags sagte, sollen bereits innerhalb der nächsten sechs Wochen weiträumig entsprechende Verbotsschilder aufgestellt werden.


Das Durchfahrtsverbot gilt für Lkw, deren Start- bzw. Zielort außerhalb eines Umkreises von 75 Kilometern um Lauenburg liegt.


"Wir können inzwischen gesichert davon ausgehen, dass die drastische Zunahme des Schwerlastverkehrs auf dieser Strecke auf die Einführung der Lkw-Maut im Jahr 2005 zurückzuführen ist. So habe etwa an der Zählstelle Lauenburg-West der tägliche Schwerlastverkehr von 493 Fahrzeugen im Jahr 2000 auf 923 LKW im Jahr 2009 zugenommen. Deshalb ist rasches Handeln nötig," sagte der Minister. 


Von den Schwertransportern, die bei der Zählung als reine Durchgangsverkehre registriert wurden, hatten zwei Drittel überregionale oder ausländische Kennzeichen. Nach den Worten von de Jager werde parallel zum Durchfahrtsverbot langfristig angestrebt, auf der rund zehn Kilometer langen Ausweichstrecke eine LKW-Maut zu erheben.

"Diese Lösung, die aus fachlicher Sicht von uns favorisiert wird, braucht allerdings einen weitaus längeren Vorlauf und weitreichende Abstimmungen, so dass wir zunächst auf das Instrument des Durchfahrtsverbots zurückgreifen," sagte de Jager. In den kommenden Monaten werde seine Behörde überwachen, inwieweit das Durchfahrtsverbot Wirkung zeige und diese Daten in die weiteren Überlegungen mit einbeziehen.

Wie der Minister weiter sagte, werde bei allen Planungen - sowohl hinsichtlich des Durchfahrtsverbots als auch in Bezug auf eine künftige Maut - auch die Ortsdurchfahrt von Geesthacht berücksichtigt.


Das Bürgeraktionsbündnis (BAB) feierte nach der Bekanntgabe der Kieler Entscheidung den Erfolg, hält aber weiterhin an der Forderung fest, bereits LKW ab 7,5 t die Durchfahrt zu verbieten. Gefordert ist auch die Polizei, um die Einhaltung des Durchfahrtverbotes in der ersten Zeit verstärkt zu überwachen.


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