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800 Jahre Lauenburg/Elbe

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Projekt 'Soziale Stadt'

Kurzbeschreibung des Planungsgebietes:
Das Planungsgebiet umfasst eine Gebietsgröße von 20,9 ha, davon entfallen 6,1 ha auf den Innen- und 14,6 ha auf den Außenbereich.
Das Quartier hatte während des Untersuchungszeitraumes 2168 BewohnerInnen, etwa 1/3 davon lebten im Innenbereich (735 Menschen) und 2/3 (1433 Menschen) im Außenbereich. Das Quartier umfasst eine monofunktionale Wohnsiedlung der 70er-Jahre mit vorwiegend Reihenhausbebauung in Randlage in der Oberstadt Lauenburgs. Infrastruktureinrichtungen sind im Innen- wie Außenbereich praktisch nicht vorhanden.
Den Innenbereich des Moorrings bildet eine drei- bis viergeschossige Bebauung. Von den dort 180 vorhandenen Wohnungen standen während des Untersuchungszeitraumes etwa 15% leer. Es war eine steigende Tendenz der Wohnungsleerstände zu beobachten mit zunehmender Fluktuation. Die von der Fluktuation und den Leerständen betroffenen Wohnungen gehören ca. 50 unterschiedlichen VermieterInnen, was eine besondere Schwierigkeit in einem komplexen Modernisierungsprozess darstellt.
Ziel ist die nachhaltige städtebauliche Entwicklung und soziale Stabilisierung auf der Grundlage eines Maßnahme-/ Handlungskonzeptes. Ein zentrales Problem des Quartiers ist die fehlende Möglichkeit zur Kommunikation im unmittelbaren Wohnumfeld.

Vorbereitende Untersuchungen:
Bestandsaufnahme,
förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets,
Sozialanalyse,
BewohnerInnen- und ExpertInnen – Befragung,
städtebauliche Untersuchung,
Rahmenplanung,
Integriertes Maßnahme - und Handlungskonzept

Zentrale(s) Handlungsfeld(er):
1. Belebung und Aufwertung des öffentlichen Raumes /der Grünanlagen,
2. Neubau eines Nachbarschaftstreffs
3. Wettbewerb und Neubau eines Gemeindezentrums mit Kita,
4. Wohnungsmodernisierungen

Projektbeschreibung
zu 1) Entsprechende Entwicklungspotentiale fanden sich in der Quartiersmitte als ungestalteter Grünstreifen, der von Kindern und Jugendlichen wenig bespielt und von Erwachsenen als Erholungs- und Kommunikationsort kaum genutzt wurde. Unter Beteiligung der Eigentümer, Mieter, städtischen Ämtern und Gremien wurden Gestaltungsideen gesammelt, Kosten ermittelt, Beschäftigungsträger und Wirtschaftsunternehmen zusammen gebracht und ein Gestaltungsplan in Auftrag gegeben. Da an den Grünzug eine Mietwohnungszeile anschließt, wurde die Idee entwickelt, die im Hochparterre liegenden Balkone zum Grünzug durch die Anlage von Terrassen zu öffnen und somit u.a. eine Belebung des Grünzugs zu erreichen. Das Projekt schafft Möglichkeiten zur Identifikation mit dem Wohnumfeld und dem Quartier insgesamt. Es verbessert die Möglichkeit zur Vernetzung unterschiedlicher Adressaten. Schließlich ermöglicht die Umgestaltung eine Kooperation zwischen Beschäftigungsträgern und Wirtschaftsunternehmen und die Möglichkeit von Praktika für einzelne TeilnehmerInnen der Beschäftigungsmaßnahme.

zu 2) Eine Verbindung zwischen dem neu zu gestaltenden Grünzug und dem etablierten sogenannten Giraffen-Spielplatz wurde geschaffen. Das Zusammenwachsen beider Grünzüge wurden durch den Bau eines Nachbarschaftshauses optisch akzentuiert. Der Nachbarschaftstreff im Moorring, kurz "ToM", bietet seit dem Sommer 2006 der Bewohnerschaft des Quartiers vielfältige Aktivitätsmöglichkeiten. Bereits begonnene LOS-Projekte finden hier Raum, Ideen einzelner BewohnerInnen können realisiert werden, das BewohnerInnen-Café bietet allen einen zentralen Kommunikationsort, die Kinder und Jugendlichen finden Betreuung in der Freizeit und schulbegleitende Hilfen, die ausländischen MitbürgerInnen Ansprechpartner beim Erwerb der deutschen Sprache, Kurse werden angeboten, Familienfeste gefeiert. Es ist ein Haus der Nachbarschaft. Als Träger fungiert die Diakonie, die über die Aktion Mensch 1,5 Stellen Personal, für einen Zeitraum von 3 Jahren, finanzieren kann, um die präventive Arbeit in dem sozial schwachen Gebiet ausbauen zu können.

zu 3) Über den Nachbarschaftstreff "T0M" hinaus besteht im Moorring ein erhöhter Beratungsbedarf. Die Möglichkeit, Beratungsangebote unterschiedlicher sozialer Träger im "ToM" zu verorten ist allerdings nicht anzuraten, da diese räumliche Nähe für die Bewohner-/innen den Vertrauensschutz nicht gewährleisten und dies eine Stigmatisierung Einzelner nach sich ziehen könnte. Somit war für spezielle Beratungsangebote (Schuldner-, Migrant-/innen-, Familien-, Drogenberatung) eine andere Adresse vorzusehen. In fußläufiger Erreichbarkeit liegt das Dietrich-Bonhoeffer-Haus, ein Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde. Die Kirche hatte ursprünglich den Umbau und die Erweiterung des Gemeindehauses sowie die Modernisierung von zwei Lauenburger Kindertagesstätten vorgesehen. Das gemeinsame Konzept der Stadt Lauenburg mit der Kirchengemeinde, dem Kirchenkreis und der Diakonie sieht nunmehr vor, die Gemeinderäume mit den Kinderbetreuungsangeboten und weiteren Beratungsangeboten zu koppeln und somit ein seelsorgerisches und sozialorientiertes Beratungszentrum in einem neu konzipierten Gebäude zu schaffen. Durch das Projekt "Soziale Stadt" motiviert, will die Kirche somit ihre Aktivitäten stärker als bisher im westlichen Teil Lauenburgs und somit in unmittelbarer Nähe zum Moorring bündeln. Die Gemeindearbeit soll vor allem in den Moorring ausstrahlen und ein Arbeitsschwerpunkt werden. Es wurde ein gemeinsamer Architekturwettbewerb ausgelobt. Das Architekturbüro Wacker Zeiger aus Hamburg erhielt den Zuschlag. Die Realisierung ist für 2006 bis 2007 vorgesehen.

zu 4) Der Erfolg des Projektes hängt ganz wesentlich von der Kooperationsbereitschaft der rund 50 EinzeleigentümerInnen ab. Wünschenswert ist die allgemeine Modernisierung des Wohnbestands aus energetischer Sicht sowie die Aufwertung durch individuelle Merkmale wie Hauseingänge, Balkone, Terrassen, Stellplätze, Müllsammelanlagen. Die WohnungseigentümerInnen wurden hinsichtlich einer nachhaltig wirkenden Modernisierung eingehend beraten. Einzelmaßnahmen wurden konzipiert und werden individuell, je nach Investitionsbereitschaft der EigentümerInnen, weiter verfolgt.

LOS – Projekte:
LOS (Lokales Kapital für soziale Zwecke) ist ein Programm des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur beruflichen und sozialen Integration in Soziale-Stadt-Gebieten. Eines der Ziele ist die Befähigung zur Teilnahme am Gemeinwesen und zur Aufnahme der Erwerbstätigkeit durch Spracherwerb, da sich im Projektgebiet viele Migranten und Migrantinnen befinden. Es finden derzeit zwölf unterschiedliche Mikroprojekte statt, die über das Programm finanziert werden. Hierbei handelt es sich u.a. um Sprachkurse, Computerkurse, Arbeitsloseninitiativen, Elternschule, Hausaufgabenhilfe, Herstellung einer Quartierszeitung, Aufbau einer Genossenschaft u.v.m. Anbieter sind Einzelpersonen sowie Vereine und Initiativen, vorzugsweise aus dem Projektgebiet.

Zielgruppen:
zu 1) Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersgruppen, insbesondere Kinder und Jugendliche sowie Arbeitsuchende
zu 2) Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersgruppen, Kinder und Jugendliche, Arbeitsuchende, Verbände, Vereine, Diakonie, Lauenburger Tafel
zu 3) Kirchengemeinde, Kirchenkreis, Diakonie, Stadt Lauenburg/ Elbe Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersgruppen, Kinder und Jugendliche, Arbeitsuchende, Verbände, Vereine, Initiativen
zu 4) Haus- bzw. WohnungseigentümerInnen Mieterinnen und Mieter Verwalterinnen und Verwalter Hausmeister

Finanzierung:
Bund-Länder-Programm Soziale Stadt, (jeweils 1/3 Bund, Land, Kommune) Mittel der Arbeitsverwaltung, Mittel der Kirchengemeinde, des Kirchenkreises, der Diakonie, Privatinvestitionen der WohnungseigentümerInnen

Projektbeteiligte:
Stadt Lauenburg/ Elbe, Amt für Planung und Bauen, Amt für Ordnung und Kultur, stadtinterne Koordination und LOS-Projekte: Gleichstellungsbeauftragte Quartiersmanagement: KOM PLAN – Sozialplanung, Lübeck Treuhänderischer Sanierungsträger: BIG-Städtebau GmbH Kiel, Haus-, Wohnungs-, GrundstückseigentümerInnen Bewohnerschaft, Ehrenamtliche, Poitische Gremien der Stadt Lauenburg, Kirchengemeinde, Kirchenkreis Diakonie, Qualifizierung, Arbeitsbeschaffung: Arbeitsverwaltung, AWO, Kreis Herzogtum-Lauenburg.

Kontakt

Kommunalebene
Amt für Planung und Bauen
Reinhard Nieberg
Stadt Lauenburg/ Elbe
Amtsplatz 5
21481 Lauenburg / Elbe

Telefon-Icon +49 (0) 4153 / 5909-400
Fax-Icon +49 (0) 4153 / 5909-499
Email-Icon

Kommunalebene
Koordinatorin LOS-Projekte und Soziale Stadt

Friederike Betge
Stadt Lauenburg/ Elbe
Amtsplatz 1
21481 Lauenburg / Elbe

Telefon-Icon +49 (0) 4153 / 5909-104
Fax-Icon +49 (0) 4153 / 5909-119
Email-Icon

Sanierungsträger
Karin Peters
BIG-Städtebau GmbH, Treuhänderischer Sanierungsträger
Eckernförder Str. 212
24119 Kronshagen

Telefon-Icon +49 (0) 431 / 5468-165
Fax-Icon +49 (0) 431 / 5468-175
Email-Icon

Quartiersmanagment
Margret Wulf-Wichmann
KOM PLAN -Sozialplanung-Lessingstraße 19
23564 Lübeck

Telefon-Icon +49 (0) 451 / 70 20 999
Fax-Icon +49 (0) 451 / 70 20 199
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Büro vor Ort: Lauenbg.
Moorring 40

Telefon-Icon +49 (0) 4153 / 55 98 50
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