Palmschleuse - Zeugnis der langen Schifffahrtsgeschichte
Sie ist das besterhaltene Bauwerk der ehemaligen Stecknitzfahrt.
Ursprünglich war die
Palmschleuse 1393 aus Holz gebaut worden. Sie hielt in diesem Zustand über 300 Jahre lang den Anforderungen eines europäischen Handelsweges stand: Von der Inbetriebnahme der Stecknitz als Wasserstraße zwischen Elbe und Trave im Jahre 1398 bis zum Jahr 1724. Zu dieser Zeit stand Lauenburg unter der Krone Englands: König Georg I. von Großbritannien war Lehnsherr über das Herzogtum Sachsen-Lauenburg. Unter seiner Lehnsherrschaft wurde die Palmschleuse in Stein erneuert.
Noch heute ist an der Westseite der Schleuse eine Wappentafel mit dem Monogramm Georgs I. zu sehen. Erst über 200 Jahre später, im Jahr 1962, wurde die Palmschleuse im Zuge einer groß angelegten Eindeichung des Stecknitz - (Delvenau) Mündungsgebietes restauriert. Bis zur Einstellung der Schifffahrt auf dem Stecknitz-Kanal am 1. September 1896 blieb die Palmschleuse in Betrieb. Heute ist sie eine romantische Erinnerung an eine 600 Jahre alte Wasserstraße.