Das Bundesverfassungsgericht hatte in 2018 die bisherige Berechnung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt. Mit der Begründung, dass das geltende Grundsteuergesetz (GrStG) gegen das Gleichheitsprinzip verstößt, da die Berechnung auf den veralteten Werten des letzten Hauptfeststellungszeitpunktes aus 1964 beruhte, was bei vergleichbaren Objekten zu unterschiedlichen Bewertungen führen konnte.

Die Reform wird erst zum 01.01.2025 in Kraft treten, aber trotzdem müssen Hauseigentümer/innen sich vorbereiten. Sie werden vermutlich im März/April 2022 ein Schreiben des Finanzamtes erhalten, in dem sie die sogenannte Erklärung zur Feststellung der Grundsteuerwerte (Stichtag 01.01.2022) abgeben müssen. Die Abgabefrist läuft nach aktuellem Stand bis zum 31.10.2022.

Einige Bundesländer weichen vom sogenannten "Bundesmodell" zur Berechnung der neuen Grundsteuer ab. Schleswig-Holstein tut dies nicht. Insofern werden einige Daten mehr abgefragt, wie Bodenrichtwert, Immobilienart, Gebäudeflächen, Grundstücksfläche,  Nettokaltmiete -etc.-. Hierzu folgend einige Erklärungen:

Bodenrichtwert: Dieser wird von einem unabhängigen Gutachterausschuss ermittelt und online über die Software "VBORIS" zur Verfügung gestellt. Zu beachten ist, dass die neuen Richtwerte für 2022 erst in den kommenden Monaten zur Verfügung stehen. Folgen Sie hierzu folgendem Link.

Immobilienart: Das Bundesmodell unterscheidet zwischen Ein- oder Zweifamilienhaus, Mietshaus, Eigentumswohnung sowie auch unbebauten Grundstücken.

Wohnfläche: Unter Berücksichtigung nachträglicher An-, Aus- u. Umbauten kann die Wohnfläche anhand der Baupläne ermittelt werden. Unter Umständen auch aus dem Kaufvertrag oder Versicherungspolicen (z. B. Gebäudeversicherung). Sollte nichts vorhanden sein, und man will nicht selber die Fläche mit dem Zollstock vermessen, was bei Schrägwänden ohnehin Fachwissen erfordert, sollte auf einen Vermesser oder Architekten zurückgreifen. Dies wird allerdings kostenpflichtig.

Gebäudeflächen: Wenn keine Unterlagen vorliegen, kann im Grundbuch die Grundstücksfläche und Flurbezeichnung erfragt werden bzw. ein Grundbuchauszug beim Amtsgericht beantragt werden. Für Lauenburg ist das Amtsgericht Schwarzenbek zuständig.

Einheitswert-Aktenzeichen: Jedes Grundstück hat ein eigenes Einheitswertaktenzeichen (EW-Az.) vom Finanzamt Ratzeburg erhalten. Dieses findet sich auch auf dem Grundsteuerbescheid der Stadt Lauenburg/Elbe im Kasten der Objektbezeichnung und beginnt für Lauenburg mit 87 117 .......


Nach Vorlage aller Unterlagen ermittelt das Finanzamt den Grundsteuerwert. Dieser wird mit der gesetzlich festgelegten Steuermesszahl multipliziert. Der dann vorliegende Grundsteuermessbetrag wird dann nur noch mit dem Hebesatz der Stadt Lauenburg/Elbe ebenfalls multipliziert. Sicherlich wird dieser mit Inkraftreten der Grundsteuerreform noch angepasst werden müssen, um unverhältnismäßig höhere Belastungen der Steuerzahler zu vermeiden.


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