Umsetzungsverfahren

Übergeordnetes Ziel des Projektes Hochwasserschutz Lauenburg ist die Umsetzung einer geschlossenen Hochwasserschutzlinie vom Elbuferweg in Höhe Kuhgrund im Westen über Altstadt und Hitzler-Werft, das Untertor der Schleuse des Elbe-Lübeck-Kanals bis hin zur Palmschleuse und dem Hochwasserschutzdeich der Stecknitz im Osten.

Für sämtliche Streckenabschnitte der HWS-Linie wird als Konstruktionswasserstand (KWS) + 10,00 m NHN (Pegel Hohnstorf) zzgl. eines Freibordes von 0,5 bis max. 1,0 m angestrebt. Die Höhe des Freibordes hängt hierbei stark von den örtlich unterschiedlichen Gegebenheiten ab.

Als Umsetzungszeitraum werden vorerst die Jahre 2015 bis 2018 angestrebt.

Um die individuell und örtlich divergierenden Voraussetzungen bestmöglich berücksichtigen zu können, wird das Schutzgebiet in die Planungsbereiche A bis D unterteilt.

Nähere Informationen hierzu finden Sie unter den jeweiligen Unterpunkten.

Lenkungsgruppe

Für die Erarbeitung eines erfolgreichen und umsetzungsorientierten Realisierungskonzepts sehen wir die enge Abstimmung, Zusammenarbeit und Rückkopplung insbesondere mit dem Stadtentwicklungsamt, den einschlägigen zuständigen Fachbehörden und -verwaltungen sowie den unmittelbar Betroffenen als besonders wichtig an. Daher wurden insgesamt zwei sogenannte „Lenkungsgruppen“ installiert, die sich folgendermaßen zusammensetzen:

a) „Kleine Lenkungsgruppe“
Die KLG bildet die Arbeitsebene und kommt monatlich auch mit den bereits beauftragten Ingenieurbüros zusammen, um Sachstände auszutauschen, Abstimmungs- und Koordinierungsbedarfe zu identifizieren und nicht zuletzt um förder- u. finanztechnisches Controlling durchzuführen. In der KLG werden auch die Beschlüsse vorbereitet, die dann durch die Lenkungsgruppe gefasst werden.

Beteiligte Behörden:
1.) Wasser- und Bodenverband Delvenau-Stecknitzniederung
2.) Gewässer- und Landschaftsverband Hzgt. Lauenburg – Geschäftsführung für 1.)
3.) Stadt Lauenburg/Elbe – Stadtentwicklungsamt
4.) Kreis Herzogtum Lauenburg – Untere Wasserbehörde
5.) Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz S.-H.
6.) Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, ländliche Räume
und Digitalisierung S.-H.

b) Lenkungsgruppe
In der LG werden die strategischen und konzeptionellen Festlegungen für das Projekt getroffen. Die Zusammensetzung entspricht der KLG, jeweils ergänzt durch die jeweiligen Hausleitungen, bzw. Führungsetagen, wie z.B. den Bürgermeister der Stadt Lauenburg/Elbe oder den Abteilungsleiter des MELUND.
Die LG trifft sich in der Regel drei- bis viermal im Jahr.


Umsetzung HWS – Protokoll 1. Lenkungsgruppensitzung [PDF]

Planungsbereich A

Planungsbereich A – „Elbufer“

Der Planungsbereich A erstreckt sich von der Straße ‚Am Kuhgrund‘ bis zum Ruferplatz. Für den so genannten „Kernbereich“ der Lauenburger Altstadt wurde mit dem als Machbarkeitsstudie zu wertenden Realisierungskonzept einer Planungsgemeinschaft unter der Federführung des Büros melchior+wittpohl (Hamburg) und im engen Dialog und unter intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Herbst 2014 eine Vorzugsvariante C entwickelt (siehe Menüpunkt ‚Realisierungskonzept‘).

Planungsbereich B

Planungsbereich B – „Ruferplatz bis Hitzler-Werft“

Für den Planungsbereich B ist im Jahr 2015 ein EU-weites VOF-Verfahren durchgeführt worden.

Planungsbereich C

Planungsbereich C „Hafenstraße“

In dem Bereich C entlang der B209/Hafenstraße ist die Vorplanung abgeschlossen.
Aktuell wird für die weiteren Planungsschritte ein so genannter „Generalplaner“ gesucht, d. h. ein geeignetes Ingenieurbüro, das die weiteren Planungen durchführt und den Hochwasserschutz in diesem Bereich realisiert.

Planungsbereich D

Planungsbereich D „ELK-Schleuse bis Palmschleuse“

Die Federführung für den Bereich D liegt beim Wasser- und Bodenverband Delvenau-Stecknitzniederung, der sich seiner Dachorganisation, dem Gewässer- und Landschaftsverband Kreis Herzogtum Lauenburg, bedient.

Geologische / Hydrogeologische Untersuchungen

Durch das zuständige Landesamt werden derzeit umfangreiche geologische und hydrogeologische Untersuchungen vorbereitet. Mit dem Beginn der Arbeiten ist Mitte Juli 2015 zu rechnen. Die Untersuchungen werden zu Wasser und zu Land durchgeführt, um möglichst umfassende Kenntnisse über die Baugrundbeschaffenheit, sowie über die Kommunikation von Elb- und Grundwasser (ggf. auch Hangwasser) zu erhalten. Hierzu werden u.a. Grundwassermesstellen eingerichtet, die über einen längeren Zeitraum Aufschluss über die hydrologischen Zusammenhänge geben sollen.

Kontakt

Stadt Lauenburg/Elbe
Amtsplatz 6
21481 Lauenburg/Elbe

Tel.: 04153-5909-0
Fax: 04153-5909-199
E-Mail: info@lauenburg.de


Bankverbindungen

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