Umsetzungsverfahren

Übergeordnetes Ziel des Projektes Hochwasserschutz Lauenburg ist die Umsetzung einer geschlossenen Hochwasserschutzlinie vom Elbuferweg in Höhe der Straße Am Kuhgrund im Westen über Altstadt und Hitzler-Werft, dem Untertor der Schleuse des Elbe-Lübeck-Kanals bis hin zur Palmschleuse und dem Hochwasserschutzdeich der Stecknitz im Osten.

Für sämtliche Streckenabschnitte der HWS-Linie wird als Konstruktionswasserstand (KWS) + 10,00 m NHN (Pegel Hohnstorf) zzgl. eines Freibordes von 1,0 m angestrebt. Die Höhe des Freibordes hängt hierbei von den örtlich unterschiedlichen Gegebenheiten ab.

Die (bauliche) Umsetzung des Hochwasserschutzes soll bis 2030 abgeschlossen sein.

Um die individuell und örtlich divergierenden Voraussetzungen bestmöglich berücksichtigen zu können, wird das Schutzgebiet in die Planungsbereiche A bis D unterteilt.

Nähere Informationen hierzu finden Sie unter den jeweiligen Unterpunkten.

Lenkungsgruppe

Für die erfolgreiche Umsetzung eines Hochwasserschutzes sehen wir die enge Abstimmung, Zusammenarbeit und Rückkopplung insbesondere mit dem Stadtentwicklungsamt, den einschlägigen zuständigen Fachbehörden und Fachverwaltungen sowie den unmittelbar Betroffenen als besonders wichtig an. Daher wurden insgesamt zwei sogenannte „Lenkungsgruppen“ installiert, die sich folgendermaßen zusammensetzen:

a) „Kleine Lenkungsgruppe“: Die KLG bildet die Arbeitsebene und kommt monatlich mit den bereits beauftragten Ingenieurbüros zusammen, um Sachstände auszutauschen, Abstimmungs- und Koordinierungsbedarfe zu identifizieren und nicht zuletzt um förder- u. finanztechnisches Controlling durchzuführen. In der KLG werden auch die Beschlüsse vorbereitet, die dann durch die Lenkungsgruppe gefasst werden.

Beteiligte Behörden:
1.) Wasser- und Bodenverband Delvenau-Stecknitzniederung (Maßnahmeträger)
2.) Gewässer- und Landschaftsverband Hzgt. Lauenburg – Geschäftsführung für 1.)
3.) Stadt Lauenburg/Elbe – Stadtentwicklungsamt
4.) Kreis Herzogtum Lauenburg – Untere Wasserbehörde
5.) Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz S.-H. 6.) Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt,
     ländliche Räume und Digitalisierung S.-H.

b) Lenkungsgruppe: In der LG werden die strategischen und konzeptionellen Festlegungen für das Projekt getroffen. Die Zusammensetzung entspricht der KLG, jeweils ergänzt durch die jeweiligen Hausleitungen, bzw. Führungsetagen, wie z.B. den Bürgermeister der Stadt Lauenburg/Elbe oder den Abteilungsleiter des MELUND. Die LG trifft sich in unregelmäßigen Abständen je nach Abstimmungsbedarf.

Planungsbereich A

Planungsbereich A – „Elbufer“

Der Planungsbereich A erstreckt sich von der Straße ‚Am Kuhgrund‘ bis zum Ruferplatz. Für den so genannten „Kernbereich“ der Lauenburger Altstadt wurde mit dem als Machbarkeitsstudie zu wertenden Realisierungskonzept einer Planungsgemeinschaft unter der Federführung des Büros melchior+wittpohl (Hamburg) und im engen Dialog und unter intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Herbst 2014 eine Vorzugsvariante  entwickelt. Nach einem aufwändigen EU-weiten Vergabeverfahren wurde im Sommer 2021 ein Generalplaner beauftragt – den Zuschlag hat hier das Büro InrosLackner mit Sitz in Rostock erhalten (www.inros-lackner.de).

In einem weiteren EU-weiten Vergabeverfahren wird noch im Jahr 2021 ein Auftrag zur denkmalpflegerischen und städtebaulichen Begleitung des Generalplaners erteilt werden. Ziel ist es, in diesem besonders sensiblen und denkmalpflegerisch wertvollem Planungsbereich frühzeitig technische Lösungen zu identifizieren, die auch seitens der Denkmalschutzbehörden mitgetragen werden.

Hier wird ein regelmäßiger, sich wiederholender und vor allem intensiver Austausch zwischen denkmalpflegerischen und wasserbaulichen Belangen stattfinden müssen, dessen Steuerung Kernaufgabe des Denkmalpflegers sein wird.

Planungsbereich B

Planungsbereich B – „Ruferplatz bis Hitzler-Werft“

Für den Planungsbereich B ist im Jahr 2015 ein EU-weites VOF-Verfahren durchgeführt worden. Ein Auftrag als Generalplaner wurde an das Büro WKC mit Sitz in Hamburg erteilt (www.wk-consult.de). Dieser Planungsbereich befindet sich aktuell in der sogenannten Entwurfsplanung.

Planungsbereich C

Planungsbereich C „Hafenstraße“

In dem Bereich C entlang der B209/Hafenstraße ist die Vorplanung abgeschlossen. In diesem Bereich hat das Büro Böger+Jäckle aus Henstedt-Ulzburg den Auftrag erhalten, nachdem aufgrund des Auftragswertes auch hier ein europaweites Vergabeverfahren durchgeführt werden musste.

Die Planungen befinden sich hier ebenfalls im Entwurfsstadium. Je nach Dauer des Genehmigungsverfahrens könnte ein Baubeginn 2023 erfolgen.

Planungsbereich D

Planungsbereich D „ELK-Schleuse bis Palmschleuse“

In diesem Planungsbereich ist die Genehmigungsplanung weitestgehend abgeschlossen. Da für die Bauarbeiten Teile der Bahnstrecke Lüneburg-Lübeck gekreuzt werden müssen, ist eine rechtzeitige Anmeldung bei der DB erforderlich. Sofern dies gelingt, ist auch hier ein Baubeginn in 2023 realistisch.

Kontakt

Stadt Lauenburg/Elbe
Amtsplatz 6
21481 Lauenburg/Elbe

Tel.: 04153-5909-0
Fax: 04153-5909-199
E-Mail: info@lauenburg.de


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